Gadgets, Apps und Spielzeug zur Verbesserung der Gesundheit


#1

Hallo zusammen,

wer von euch hat sich schon mal mit Möglichkeiten zur gesundheitlichen Selbstoptimierung auseinandergesetzt?
Ich hab das vor 6 Jahren extrem betrieben, habe alle paar Wochen Blutuntersuchungen gemacht, alles mögliche mit-getrackt und Korrelationen berechnet. Schließlich habe ich dann von heute auf morgen aufgehört, weil ich feststellte, dass ich da zu verbissen wurde. Der ganze Tag wurde mitgeloggt … das war schon sehr verrückt :joy:
Seit damals habe ich einen sehr kritischen Blick auf die ganze Biohacking- und Quantified-Self-Bewegung, da es mMn sehr schnell passieren kann, dass es nur noch um Effizienz geht bzw. nur noch um die Messwerte/Daten an sich (vgl. Dataismus). Wenn das Mittel zum Zweck wird, dann läuft etwas schief, so viel steht fest. :wink:

Genug der Einleitung.
Was ich sagen will: In Maßen betrieben kann Biohacking/Selbstoptimierung ganz sinnvoll sein, wenn man das eigentliche Ziel nicht aus den Augen verliert und das große Ganze im Blick behält. Also was sind die großen Stellschrauben? Die großen Einflussfaktoren?

Nutzt ihr Gadgets oder Apps, um euch in irgendeiner Hinsicht zu “optimieren”?
Was ich im Moment (wieder) ganz interessant finde ist das Aufzeichnen der Herzfrequenzvariabilität (HRV), um die körperliche Regeneration zu messen bzw. die Aktivität von Sympathikus/Parasympathikus.

Welche Erfahrungen habt ihr?


#2

Hi Emanuel,
aktuell messe ich die Regeneration noch nicht sondern versuche auf meinen Körper zu hören.
Für die nächste Saison möchte ich aber mein Training zu optimieren und werde dazu sicher auch auf die HRV zurückgreifen.
Ich kann dann dazu gerne meine Erfahrungen hier im Forum posten :wink:


#3

Hi Emanuel,

ein sehr spannendes Thema und ich merke auch immer wieder, dass es ein schmaler Grat zwischen “sinnvoll” und “zu viel” ist.

Mir persönlich haben die Daten teilweise geholfen meinen Körper noch besser zu verstehen. In gewissem Maße kann man die Daten ja auch einsetzen, um nachzuvollziehen, was gerade passiert. Wie hart war eine Einheit? Wie lange brauche ich voraussichtlich, um mich davon zu erholen? Natürlich vorausgesetzt, dass man die korrekten Werte kennt.

Als ich mich im Triathlon in Richtung Langdistanz bewegt habe, habe ich auch eine Spiroergometrie machen lassen, um festzustellen, wo meine Schwellenwerte sind. So lässt sich ein effizientes und effektives Training aufbauen. In den falschen Bereichen zu trainieren kann entweder zu Überlastung oder sogar zu Rückschritt führen. Bevor ich meine Bereiche kannte, bin ich z.B. immer zu locker gelaufen, um mich zu verbessern (mit Sicht auf die Pulsbereiche).

Seit diesem Jahr trainiere ich auf dem Rad mit Wattmessung und das ist wieder eine komplett andere Welt und total effizient. Es macht riesen Spaß und man spürt die Fortschritte - einfach toll.

Ein anderes Thema ist die Regeneration, wie du ja schon angesprochen hast. HFV habe ich auch mal eine Zeit lang gemacht, hat für mich aber nicht wirklich funktioniert, da es nicht geklappt hat den Test täglich zur gleichen Zeit zu machen. Die Einheiten in den Tag zu kriegen ist schon kompliziert genug :wink:

Mir hilft jedoch immer mal wieder der Ruhepuls, um zu erörtern, wie es mit der Regeneration aussieht oder ob sich da vielleicht doch mal eine Erkältung anbahnt. Da kann der Puls einem schon einiges verraten.

Viele Grüße

Mischa